Resin im SLA-Druck: fein und glatt
Kein Filament, sondern flüssiges Fotopolymerharz, das Licht Lage für Lage aushärtet. Dabei entsteht eine Detailtreue, die FDM nicht erreicht, und eine Fläche, die kaum Nacharbeit braucht. Dafür bleibt Standardharz spröde, und Waschen plus Nachhärten gehören zwingend dazu.
Bei SLA (Stereolithografie) entsteht das Teil aus flüssigem Fotopolymerharz, das UV-Licht Lage für Lage aushärtet. Geschmolzen wird nichts. Die Lagen liegen bei 0,025–0,1 mm, und weil keine Bahnen abgelegt werden, bleibt die Fläche außergewöhnlich glatt: Ra etwa 1–3 µm, während FDM bei 6–12 µm liegt. Feiner wird es in unserem Programm nicht, und neben FDM ist SLA das zweite Verfahren in unserem Angebot.
Für Standardharz nach dem Nachhärten heißt das: eine Zugfestigkeit um 65 MPa, eine Wärmeformbeständigkeit von 58 bis 73 °C und ein Ergebnis, das nahezu isotrop ausfällt — eine schwache Schichtrichtung gibt es nicht. Gut aufgestellt ist Resin damit bei kleinen, detailreichen oder glatten Teilen: Figuren, Schmuck, technische Modelle, Anschauungsstücke für die Berufsschule, Präsentationsteile. Weniger gut bei allem, was Schläge abfangen oder draußen liegen soll, denn Standardharz ist spröde und langfristig UV-empfindlich. Sämtliche Angaben hier sind indikative Datenblattwerte.
Was Standardharz kann und was nicht
Der Grund für Resin ist Feinheit, nicht Robustheit. Die folgenden Zahlen beziehen sich auf Standardharz, und zwar nach dem Nachhärten; solange das nicht passiert ist, fehlt dem Teil die Endhärte. Ein anderer Harztyp verschiebt sie deutlich.
Dichte: 1,1–1,2 g/cm³
Wärmeformbeständigkeit: HDT 58–73 °C bei Standardharz
Zugfestigkeit: rund 65 MPa bei Standardharz
Bruchdehnung: rund 6 %, also sprödes Verhalten
Oberfläche und Detail: Ra etwa 1–3 µm; deutlich feiner als jedes FDM-Teil
Richtungsabhängigkeit: nahezu isotrop, ohne die schwache Achse eines FDM-Drucks
Pflichtschritte: Waschen und Nachhärten unter UV, kein Kosmetikschritt
Datenblattwerte für SLA-Harz
Indikative Werte für Standardharz, gemessen nach dem Nachhärten. Je Harztyp — Standard, zäh, flexibel, wärmefest — fallen sie anders aus, und eine Zusage für ein konkretes Bauteil sind sie nicht.
Resin gegen Filament, Eigenschaft für Eigenschaft
Ein indikativer Vergleich unserer beiden Verfahren. Der höhere Wert steht für die bessere Eignung in dieser Zeile.
Wo Resin punktet
- kleine, komplexe Geometrien
- Kanten, Schrift und feine Strukturen bleiben scharf
- die glatteste Fläche in unserem Programm, Ra etwa 1–3 µm
- feinstes Detail unter unseren beiden Verfahren
- kein Festigkeitsloch in einer Richtung
- Harztypen für zäh, flexibel und wärmefest verfügbar
Wo Resin an Grenzen stößt
- im Freien vergilbt und versprödet es unter UV
- Standardharz bricht eher, als dass es nachgibt
- Waschen und Nachhärten sind keine Option, sondern Pflicht
- flüssiges Harz verlangt sorgfältige Handhabung
- große, robuste Bauteile liegen bei FDM besser
- je Volumen liegt Resin über PLA und PETG
Welches Verfahren für welches Teil
Die beiden ergänzen sich, sie konkurrieren nicht. Für Miniaturen, Figuren, Schmuck, Modelle für Unterricht und Präsentation sowie für kleine Teile mit erhabener Schrift oder feinen Strukturen ist Resin gesetzt: Schärfe, Detail und eine glatte Fläche stehen dort vorn, und aus der Maschine kommt so ein Teil optisch fast fertig heraus.
Sobald Zähigkeit, Größe oder der Preis je Volumen den Ton angeben, führt der Weg zu FDM. Was Schläge abfangen oder unter Dauerlast stehen soll, steckt in zähen Filamenten besser: PETG, ABS oder PC halten mehr aus als sprödes Standardharz. Umgekehrt entfällt bei SLA die Überlegung zur Schichtrichtung, weil es keine schwache Achse gibt; im Bauraum zählt die Lage deshalb weniger als bei FDM. Beschreib uns Belastung und Größe, dann nennen wir das passende Verfahren.
Passt Resin zu deinem Vorhaben?
Ja, wenn es geht um
- scharfe Kanten und feines Detail
- kleine Bauteile mit komplexer Geometrie
- eine Fläche, die ohne Nacharbeit vorzeigbar ist
- Schmuck, Figuren oder Anschauungsmodelle
- Teile, die in jeder Richtung gleich tragen
Eher nicht, wenn
- das Bauteil groß und robust sein soll; dann FDM
- dauerhaft Sonne darauf fällt
- hohe mechanische Last im Spiel ist
- der Preis je Volumen den Ausschlag gibt
Aus dem Drucker kommt ein SLA-Teil noch nicht fertig durchgehärtet. Erst wird in Isopropylalkohol gewaschen, damit das ungehärtete Harz von der Fläche geht. Danach baut eine Nachbelichtung mit UV-Licht die Endhärte und die mechanischen Eigenschaften auf. Das ist nicht Kosmetik, sondern der Schritt, mit dem die Festigkeit überhaupt entsteht.
Umgang mit flüssigem Harz
Haut und Augen reagieren auf ungehärtetes Harz und auf seine Dämpfe. Handschuhe, Augenschutz und ein gelüfteter Raum sind daher beim Drucken wie beim Waschen Pflicht; die Regeln dazu stehen beim Umgang mit chemischen Stoffen. Ist ein Teil gewaschen und vollständig nachgehärtet, dann liegt ein Feststoff vor, den du bedenkenlos in die Hand nehmen kannst. Diesen Ablauf samt der Entsorgung aller Reste übernehmen wir; bei dir landet ein fertiges, durchgehärtetes Teil.
Ein Hinweis hilft uns bei der Auswahl: schreib dazu, ob bei deinem Teil die Optik oder die Funktion im Vordergrund steht. Geht es um Funktion, empfehlen wir häufig ein zäheres oder wärmefesteres Harz anstelle des Standardmaterials.
Nicht ein Harz, sondern eine Familie
Standardharz bringt das Detail und bleibt spröde. Zähes Harz, im Handel als Tough oder Engineering, nähert sich dem Verhalten von ABS. Flexibles Harz gibt unter Belastung nach. Wärmefestes Harz hält mehr aus als die 58 bis 73 °C des Standardmaterials. Dazu kommen Sorten für Gussmodelle und weitere Sonderfälle. Jede Sorte gibt ein Stück Detail oder Glätte ab und bekommt dafür eine andere Eigenschaft.
Sag also, ob Optik, Zähigkeit oder Wärme zählt, dann schlagen wir die Sorte vor. Bei Kunst und Dekoration ist Standardharz meist die richtige Wahl, bei einem Funktionsteil eher ein zäher Typ. Je Volumen liegt Resin über PLA und PETG; wie sich das einordnet, zeigt der Materialvergleich. Den Preis nennt das Drucktool sofort nach dem Upload. Für die Lieferung gilt: in der Regel 7–10 Arbeitstage, bei der Bestellung bestätigt. Versendet wird nach Deutschland, Österreich, in die Niederlande und nach Belgien.
Kurz gefragt zu Resin
Dazu passend
Resin ist das Material für SLA; die FDM-Filamente stehen daneben.
Datei hochladen und den Resin-Preis sehen
- Preis und Termin stehen sofort im Tool
- Detail heißt SLA, Last heißt FDM
- Waschen und Nachhärten inklusive