Eine häufig gestellte Frage ist: 'Was kostet es, das zu drucken?'. Die Antwort ist selten ein fester Betrag pro Gramm, wie beim Metzger. 3D-Druck ist maßgeschneiderte Fertigung. Der Preis, den Sie bei einem Dienstleister zahlen, ist die Summe aus Maschinenzeit, Materialverbrauch, Arbeitsaufwand und Abschreibung. Um Überraschungen zu vermeiden, erklären wir hier, wie ein Angebot in der Regel aufgebaut ist.
Preise für 3D-Druckdienstleistungen
1. Einrichtungskosten (Starttarif)
Jede Bestellung, ob es nun ein kleiner Knopf oder hundert Gehäuse sind, erfordert eine bestimmte Menge Handarbeit, bevor der Drucker starten kann. Das nennen wir Einrichtungskosten oder 'Setup Fee'.
- Dateiprüfung: Ein Ingenieur muss Ihre Datei öffnen und auf Fehler prüfen (ist sie wasserdicht? sind die Wände dick genug?).
- Slicing: Die Datei muss in Maschinencode (G-Code) übersetzt werden. Dabei werden die optimalen Einstellungen für Temperatur, Geschwindigkeit und Supports festgelegt.
- Maschinenvorbereitung: Der Drucker muss gereinigt, das richtige Filament geladen und das Druckbett kalibriert werden.
2. Variable Kosten (pro Bauteil)
Nach dem Starttarif zahlen Sie für das Objekt selbst. Dieser Betrag basiert auf zwei Faktoren:
- Volumen (cm³): Wie viel Material wird benötigt? Dazu zählt auch eventuell verwendetes Supportmaterial, das nach dem Druck entsorgt wird. Ein massiver Block ist also teurer als ein hohles Rohr, auch wenn die Außenmaße gleich sind.
- Druckzeit (Maschinenstunden): Dies ist oft der größte Kostenfaktor. Eine komplexe Form mit vielen Details zwingt den Drucker dazu, sich langsamer zu bewegen. Wenn ein Drucker 10 Stunden mit Ihrem Bauteil beschäftigt ist, zahlen Sie für 10 Stunden Abschreibung und Strom.
3. Nachbearbeitung und Extras
Standardmäßig liefern die meisten Dienstleister das Modell 'wie gedruckt' (As Printed) oder mit entfernten Supports. Möchten Sie zusätzliche Bearbeitungen?
- Supports entfernen: Oft inbegriffen, aber bei sehr komplexen Modellen mit schwer erreichbaren Supports kann dafür ein Aufpreis berechnet werden.
- Oberflächenbehandlung: Schleifen, Polieren, Lackieren oder Beschichten sind arbeitsintensive Prozesse. Die Kosten dafür sind oft höher als die Druckkosten selbst.
Mengenrabatte
Gute Nachrichten für alle, die größere Stückzahlen benötigen: Die Einrichtungskosten zahlen Sie oft nur einmal pro Charge. Wenn Sie 50 Stück desselben Bauteils bestellen, muss der Ingenieur die Datei nur einmal slicen und die Maschine nur einmal einstellen. Dadurch sinkt der Preis pro Stück bei größeren Auflagen erheblich.