Maß, Oberfläche, Belastbarkeit — drei Hebel am Ergebnis

Ein Teil kann maßlich sitzen und trotzdem grob wirken. Es kann glatt sein und in der falschen Richtung nachgeben. Maßgenauigkeit, Oberfläche und Schichtrichtung sind drei getrennte Größen, und jede davon lässt sich beeinflussen.

Am Anfang steht die Frage, was das Teil können muss. Soll eine Passung sitzen, zählt die Maßgenauigkeit: erfahrungsgemäß ± 0,5 % vom Nennmaß bei FDM und ± 0,15–0,3 % bei SLA. Soll es in der Vitrine oder unter Lack bestehen, zählt die Oberfläche. Nimmt es Kraft auf, zählt die Schichtrichtung, denn quer zu den Schichten hält ein Druck weniger als in der Ebene. Qualität ist deshalb kein Schalter, den man umlegt, sondern das Zusammenspiel von Material, Lage im Bauraum, Verfahren und Nachbearbeitung.

Die drei Hebel ziehen nicht immer in dieselbe Richtung. Eine Halterung, die flach im Bauraum liegt, nimmt in der Fläche mehr Kraft auf, zeigt dafür an jeder Flanke ihre Schichten; aufgestellt wird die Sichtfläche ruhiger, die Belastbarkeit sinkt. Dazu kommt das Verfahren. FDM legt Filament ab, hält mehr aus und bleibt bei großen Bauteilen günstiger; SLA härtet Resin aus und schafft feinere Kanten und eine glattere Haut. Nenn bei der Anfrage den Einsatzzweck und die eine Eigenschaft, auf die du nicht verzichten willst. Danach richten wir Verfahren, Lage und Finish darauf aus.

Zwei Verfahren, sechs Eigenschaften

Erfahrungswerte aus unserer Werkstatt, keine Messwerte. Je höher die Zahl, desto eher spielt das Verfahren diese Eigenschaft aus.

EigenschaftFDMSLA
Belastbarkeit
Maßhaltigkeit
Feines Detail
Oberfläche ohne Schleifen
Große Bauteile
Kosten je Stück

Drei Artikel, drei Hebel

Jeder Hebel hat seine eigene Seite: was er bewirkt, wo seine Grenze liegt, was du am Modell dafür tun kannst.

Was dazu oft gefragt wird

Erzähl uns, wofür das Teil gebraucht wird

Ob eine Passung sitzen muss, das Teil Last trägt oder vor allem gut aussehen soll: mit dieser Angabe wählen wir Verfahren, Lage und Finish.