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Mechanische Nachbearbeitung

Manuelles Schleifen ist für einen einzelnen Prototyp völlig in Ordnung, aber für eine Serie von 50 oder 500 Stück ist es nicht praktikabel. Außerdem ist Handarbeit nie zu 100 % konsistent; der eine Druck wird immer etwas glatter als der andere. Mechanische Nachbearbeitung bietet die Lösung für die Serienproduktion. Durch den Einsatz von Maschinen wird der Prozess schneller, günstiger und gleichmäßiger.

Trommeln (Tumbling / Vibratory Finishing)

Trommeln ist der Industriestandard für das großflächige Glätten von 3D-gedruckten Bauteilen. Die Druckteile werden in einen großen Behälter oder eine Trommel gelegt, die mit „Media“ gefüllt ist (kleine Steine aus Keramik oder Kunststoffkegel). Die Maschine vibriert oder dreht sich, wodurch die Steine an den Objekten entlang schleifen.

  • Ergebnis: Nach einigen Stunden kommen die Teile mit einer gleichmäßigen, matten Oberfläche heraus. Die scharfen Kanten sind abgerundet und die Schichten sind weniger sichtbar.
  • Vorteil: Sie können Dutzende von Teilen gleichzeitig bearbeiten, ohne Arbeitsstunden zu investieren. Das Ergebnis ist bei jedem Teil identisch.

Sandstrahlen (Bead Blasting)

Beim Sandstrahlen wird unter hohem Druck ein Strahlmittel (wie Glasperlen oder Strahlgranulat) auf das Objekt gesprüht. Dies ist eine aggressivere Methode als Trommeln, arbeitet jedoch schneller und kann auch das Innere komplexer Formen erreichen, an die Trommelsteine nicht herankommen.

Das Ergebnis ist eine sehr gleichmäßige, matte Oberfläche mit einer leichten Textur. Das kaschiert Layer Lines hervorragend und sorgt für eine professionelle „Look & Feel“. Beachten Sie jedoch: Bei dünnwandigen Druckteilen kann der Strahldruck Verformungen verursachen.

Bohren und Gewindeschneiden

3D-Drucker drucken Löcher aufgrund der Schrumpfung des Kunststoffs oft etwas kleiner als gezeichnet. Bei funktionalen Teilen ist es daher üblich, Löcher nachzubohren (aufzureiben), um die perfekte Maßtoleranz zu erreichen.

Möchten Sie Schrauben verwenden? Sie können Gewinde direkt in den Kunststoff schneiden, aber das ist schwach und verschleißt schnell. Für eine dauerhafte Verbindung ist es besser, das Loch etwas größer zu bohren und eine Mutter zu verwenden.

Gewindeeinsätze (Insmeltmoeren)

Die beste Methode für Schraubverbindungen in 3D-Drucken ist die Verwendung von Gewindeeinsätzen. Dabei handelt es sich um Messinghülsen mit Innengewinde und Rändelung an der Außenseite.

Mit einem Lötkolben erhitzen Sie den Einsatz und drücken ihn in das gedruckte Loch. Der Kunststoff schmilzt, fließt zwischen die Rändelungen und erstarrt wieder. Das Ergebnis ist ein bombenfestes Metallgewinde, das hohen Zug- und Drehkräften standhält. Dies ist essenziell für Gehäuse, die häufig geöffnet und geschlossen werden müssen.

DisclaimerDe informatie in dit artikel is bedoeld voor algemene informatiedoeleinden. Gebruik van deze informatie is geheel op eigen risico.
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